Williams Christ Birne (Pyrus communis)

Williams Christ Birne (Pyrus communis)

Letzte Woche hatten wir so feines Zwetschkenmus aus den Ersinger zubereitet und ich genieße immer mal wieder Vanilleeis mit warmen Zwetschkenmus.

Heute  dreht sich alles um die Williams Christ Birne. Diese ernten wir gerade in großen Mengen und es ist wirklich eine Freude, beim Ernten dabei zu sein. Auch wenn es manchmal sehr heiß ist und mich  Regula dann nach Stunden zwischen den Birnbäumen findet und sich wohl fragt, ob es mir eh gut geht, weil ich mit hochroten Kopf und sehr verschwitzt zwischen den Birnenbäumen hervorschaue :). Das Ernten ist eine eigene Wissenschaft,  es gibt hier vieles zu beachten und wir gehen  mit einer  großen Sorgfalt und Achtsamkeit vor. Es geht der Birne also nun an den „Kragen“ oder vielmehr an die Sollbruchstelle. Denn beim Pflücken soll man genau darauf achten: den Stängel an der Sollbruchstelle vom Zweig des Birnenbaumes zu kappen.

Viele denken da natürlich sofort an den Williams Schnaps auf einer gemütlichen Hütte, wenn sie von dieser Birnensorte hören oder lesen.

Aber die Birne hat noch mehr an Geschmacksvielfalt zu bieten. Geschichtlich betrachtet hat die Williams Birne noch eine relativ junge Ära. Es gibt sie erst seit ca. Mitte des 18. Jhd. Die Baumschule Williams in London scheint al erster Verbreiter dieser Sorte auf. Von dieser hat sie auch ihren schönen Namen erhalten. Der Beiname Bon-Chretien bedeutet auf Französisch  „Guter Christ“. Die Frucht wird relativ groß (bis zu 10 cm) und weist eine klassische Birnenform auf. Die Schale ist gelb-grün gefärbt und auf der Sonnenseite ist sie leicht orange überzogen. Um den Stängel herum ist sie leicht berostet. Schneidet man eine Williams Birne auf so findet man ein gelb weißes Fruchtfleisch vor, schmelzend mit einem guten und intensiven Aroma. Gelagert werden kann die Williams Birne ca. 2 Wochen, im Kühllager sogar bis zu 3 Monate.

Mein Lieblingsrezept für die „Süßen“ unter euch:

Kuchen mit William Christ Birne

Zutaten:

2 Williams Christ Birnen, 3 Eier, 170 gr Zucker, 160 gr Mehl, 2 Tl Backpulver, 150 gr Butter, 100 gr Zucker, 100 ml Wasser; Fett für die Form und Mehl zum Bestäuben.

Die Birnen schälen, halbieren und 15 Min. in einem köchelnden Sirup aus 100 gr Zucker und 100 ml Wasser pochieren. Dann abtropfen lassen und in große Würfel schneiden.

3 Eier und 170 gr Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen. Die Butter zerlassen und zur Mischung gießen.  Das Mehl mit dem Backpulver vermengen und einrühren.

Die Birnenwürfel mit Mehl bestäuben und in den Teig rühren. Den Teig in eine gefettete und bemehlte Kastenform von 26 cm Länge geben.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160°C) vorheizen.

In das Backrohr  schieben und ca. 40 Min. backen. Der Kuchen ist gar, wenn bei einer Stäbchenprobe mit einem Hölzchen kein Teig mehr kleben bleibt.

Varianten: Mit Schokolade – dann 50 g Schokoladensplitter dazugeben. 
Mit Mandeln – hierbei 50 g gemahlene Mandeln und 20 g gestiftete und geröstete Mandeln dazugeben.

Eure Gerlinde Neuhofer



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.