Gemeinwohl LieferantInnen

 

Gemeinwohl – Berührungsgruppe Lieferant*innen

Gute Frücht kauft als biologisch wirtschaftender landwirtschaftlicher Betrieb laufend Produkte und Dienstleistungen bei rund 30 Lieferant*innen zu. Dabei werden die  biologischen Richtlinien der EU-Bioverordnung befolgt und zusätzlich die strengeren BIO AUSTRIA Richtlinien. Die zugekauften Produkte müssen daher durch Bio- Zertifikate, Gentechnikfreiheit oder zusätzlichen Informationen zur Qualität der Produkte hinterlegt werden.  Rechnungen und Lieferscheine werden jährlich durch eine unabhängige, akkreditierte Kontrollstelle überprüft.

Insbesondere betreffen die Kontrollen Düngung, Saatgut, Jungbäume, Pflanzenschutzmittel, Pflanzenstärkungsmittel, Verarbeitungszusatzstoffe, Infrastruktur (Säulen) und Reinigungsmittel. Die möglichen Betriebsmittel sind im biologischen Landbau gesetzlich eingeschränkt und hier jährlich aktualisiert zu finden www.infoxgen.com.

Über die Umweltauswirkungen wird im biologischen Landbau viel geforscht, gelehrt und umgesetzt. Landbau und Nahrungsmittelproduktion sind allerdings Ressourcennutzungen, die immer Auswirkungen auf die Umwelt haben. Die negativen Auswirkungen der Produktion zu minimieren ist Ziel und ständiger Prozess.

Weltweit stammt ein Viertel des CO2 Ausstoßes aus der Landwirtschaft, in Österreich ist der Anteil der Landwirtschaft an Treibhausemissionen 10,2% – ohne Mineraldünger und Betriebsmittel. 14% inklusive Mineraldünger und Betriebsmittel und 18% inklusive Spill Over Effekte wie Futtermittelimporte etc. ( aus Fakten zur klimafreundlichen Landwirtschaft  und zur Rolle der Bio-Landwirtschaft, Dipl.-Ing. Dr.nat.techn. Thomas Lindenthal (BOKU, Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit)

Die Zulieferfirmen von Gute Frücht wurden auf soziale Risiken angefragt. Alle haben auch geantwortet. Damit wurde ein weiterer Verbesserungsprozess angestossen. Die Lohnverarbeiter und Düngerlieferanten befinden sich alle in Tirol.

Gute Frücht reduziert die möglichen Betriebsmittel aus eigenem Beschluss mehr als die Richtlinien der biologischen Richtlinien verlangen. Beispielsweise reduzieren wir den Einsatz von Kupfer von möglichen 3 kg/ha und Jahr auf 1 kg/ha und Jahr. Diese Mengen sind als notwendige Düngung für die Pflanzen notwendig und verursachen keine Anreicherung im Boden. Das Gleiche gilt für Insektizide, die nicht verwendet werden aus Sorge, dass sie doch bienengefährlich sind und auch Nützlinge schädigen können.

Gute Frücht meidet Unternehmen, die Solidarität und Gerechtigkeit nicht beachten und vermindert den Einsatz von zugelieferten Produkten. Schließlich baut Gute Frücht selbst Prozesse und Institutionen auf, die solidarisch sind und die Menschenwürde fördern, bspw. Eine Solidarische Landwirtschaft oder Biobauernläden.